Heizstrom-Vergleich

Nachtspeicherheizung: Jetzt Heizkosten reduzieren!

Nachtspeicherheizung

Das sagen unsere Kunden

4.8 / 5
  • 196247 Bewertungen zu Verivox abgegeben
  • 96 % unserer Kunden sind zufrieden
  • 100% neutrale Kundenbewertungen
Nachdem wir jetzt die erste Gas- u. Stromjahres- abrechnung erhalten haben, haben wir den Verbrauch mit den Tarifrechner unseres Ortsanbieter ( bei dem wir über 30 Jahre waren ) verglichen. Bei einen Stromverbrauch von 4.550 kWh und Gasverbrauch von 21.045kWh haben wir EUR ***gespart. Davon sind EUR ***- Sofort- u. Treuebonus. Somit werden wir ab jetzt jedes Jahr den Anbieter wechseln.
Relevante Kriterien, Schnelligkeit der Bearbeitung
Die Aussagekraft und Aktualität der Informationen ist sehr hilfreich. Insbesondere die Angaben zu den Anbietern der Produkte erleichtern die Entscheidung.
Der Preisvergleich war sehr übersichtlich und der Wechsel konnte mit wenigen weiteren Schritten erfolgen, sehr bedienerfreundlich.
Allet tutti.

Getrennte oder gemeinsame Messung?

Getrennte Messung

Der Verbrauch von Nachtspeicherheizungen wird in der Regel mit einem eigenen Stromzähler gemessen. Für den normalen Haushaltsstrom gibt es einen weiteren Stromzähler. Wenn dieser Fall auf Sie zutrifft, beantworten Sie die Frage „Separater Zähler für Heizstrom?“ mit Ja.

Wichtig: Die beiden Stromzähler werden in der Regel als getrennte Abnahmestellen behandelt und müssen nicht vom gleichen Energieversorger beliefert werden. Sie können also durchaus einen Stromanbieter für den Haushaltsstrom und einen anderen Stromanbieter für den Heizstrom haben.

Das bedeutet keinen Mehraufwand: Sie erhalten pro Stromzähler eine jährliche Abrechnung. Die Stromzähler sowie die Leitungen verbleiben auch nach dem Anbieterwechsel im Besitz des örtlichen Netzbetreibers. Wartungsarbeiten oder Entstörungsdienste nimmt nach wie vor der örtliche Netzbetreiber vor. Für den Anbieterwechsel ist keinerlei technische Umstellung nötig. Voraussetzung ist jedoch, dass der heimische Anschluss unterbrechbar ist. Mehr Infos zur sogenannten „unterbrechbaren Verbrauchseinrichtung“ finden Sie in unserem Ratgeber.

Gemeinsame Messung

Bei einigen älteren Nachtspeicherheizungen wird Haushaltsstrom und Heizstrom noch gemeinsam gemessen, es gibt also nur einen Stromzähler für beide Arten von Verbräuchen. Lange Zeit gab es hier keine Möglichkeit zu wechseln. Mittlerweile gibt es jedoch auch hier günstige Alternativen. Wenn Sie nur einen Zähler für sowohl Ihren Haushaltsstrom als auch für Ihren Strombedarf für und Ihre Nachtspeicherheizung haben, beantworten Sie die Frage „Separater Zähler für Heizstrom?“ mit Nein.

Stromzähler für Heizstrom: Eintarif und Doppeltarif

Der Stromzähler für Heizstrom ist entweder mit einem Zählwerk ausgestattet (Eintarifzähler) oder er besitzt zwei Zählwerke (Doppeltarifzähler). Vor allem bei Nachtspeicherheizungen gibt es diese Doppeltarifzähler, die den Stromverbrauch zeitabhängig messen. Tagsüber wird zum Hochtarif (HT), nachts wird zum in der Regel günstigeren Niedertarif (NT) abgerechnet. Wenn Sie einen Eintarifzähler haben, benötigen wir nur den gesamten Jahresverbrauch für den Tarifvergleich. Haben Sie einen Doppeltarifzähler, sollten Sie angeben, wie viele Kilowattstunden im Hochtarif (HT) und wie viele im Niedertarif (NT) abgerechnet werden. Diese Angaben finden Sie im Zweifel auf Ihrer letzten Jahresabrechnung.

Neben der Nachtspeicherheizung bzw. Speicherheizung gibt es noch einige andere Heizungsarten wie zum Beispiel die Elektroheizung, Wärmepumpe, Ölheizung, Gasheizung oder die Infrarotheizung. Elektroheizungen sind hier wohl die bekannteste Art der Heizung.

Wissenswertes zur Nachtspeicherheizung

Mit Hilfe einer Nachtspeicherheizung (auch: Speicherheizung oder Nachtspeicherofen) lässt sich eine Wohnung komplett mit Strom beheizen. Das Heizen mit Strom war besonders in den 1960er und 1970er Jahren populär, da eine Nachtspeicherheizung keinen Heizkessel benötigt und der Umgang mit großen Mengen von Heizöl wegfällt. Da es in Deutschland noch keine Infrastruktur für den flächendeckenden Einsatz von Erdgas gab, war Heizöl praktisch die einzige Alternative zur Nachtspeicherheizung. Unter dem Eindruck der Ölkrise in den 1970er Jahren versprach das Heizen mit Strom Unabhängigkeit von den schwankenden Ölpreisen.

Der durchschnittliche Ölpreis war in den 1970er Jahren zwar sehr viel niedriger als heute, doch die Einsicht, dass Deutschland als Land mit relativ geringen Rohstoffvorräten seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren muss, setzte sich bereits zu dieser Zeit durch. Die Nachtspeicherheizung sollte hier einen wichtigen Beitrag leisten, denn der damals noch ungebrochene Optimismus in Bezug auf die Kernenergie ließ auf eine unbegrenzte Versorgung mit günstiger Elektrizität hoffen.

Überschüssiger Strom wird in die Nachtspeicherheizung geleitet

Für die Kraftwerksbetreiber war die Einführung der Nachtspeicherheizung attraktiv, da sich ihnen ein neuer Absatzmarkt für in der Nacht auftretende Überkapazitäten erschloss. Die Nachtspeicherheizung funktioniert wie eine große Batterie, in der sich nachts Strom speichern lässt, der tagsüber zum Heizen durch die Heizung verbraucht wird. Um die Nachtspeicherheizung als günstige Alternative zum Heizöl zu etablieren, boten die Stromproduzenten entsprechend günstige Heizstromtarife an.

Nachtspeicherheizung und HT/NT-Tarife

Wer eine Nachtspeicherheizung betreibt, bezieht normalerweise einen Tarif, bei dem zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Preise berechnet werden. Man spricht dabei vom Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT). Zur Messung des Stromverbrauchs ist in der Regel ein Zwei-Tarif-Zähler installiert. Am Tag gilt der teurere Hochtarif, in dem der größte Teil des verbrauchten Haushaltsstroms abgerechnet wird. In den Abendstunden sorgt ein Steuersignal des örtlichen Netzbetreibers dafür, dass auf den günstigeren Niedertarif umgestellt wird. In dieser Zeit lädt sich die Nachtspeicherheizung mit Strom auf.

Ein Anbieterwechsel ist inzwischen nicht nur möglich, sondern auch unproblematisch. Voraussetzung für den Wechsel ist, dass der heimische Anschluss unterbrechbar ist, wenn der Heizstrom getrennt vom Haushaltsstrom über einen eigenen Zähler gemessen wird.

Bei der Messung von Heizstrom und Haushaltsstrom über einen einzigen Stromzähler (die sogenannte „Gemeinsame Messung“) spielt die Unterbrechbarkeit des Zählers keine Rolle.

Die Nachtspeicherheizung stirbt langsam aus

Das positive Bild vom günstigen Heizen mit einer Nachtspeicherheizung hat sich in der Zwischenzeit gewandelt. Die Heizmethode gilt heute nicht mehr als umweltfreundlich, da die Stromproduktion selbst bereits eine große Menge an Energie benötigt. Die Elektrizität aufwändig in einem Kraftwerk zu produzieren, um sie unter Verlusten in einen Haushalt weiterzuleiten, wo sie wiederum in Heizenergie (Wärme) umgewandelt wird, ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.

Aus diesem Grund hatte der Gesetzgeber Nachtspeicherheizungen (Nachtspeicheröfen) in Gebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten ab dem Jahr 2020 ursprünglich verboten. Doch der Bundestag hat dieses Verbot im Mai 2013 wieder gekippt. Der Grund: Neuerdings werden die Geräte als flexible Stromspeicher (Nachtspeicher) entdeckt, die besser auf das je nach Wetter stark schwankende Ökostromangebot reagieren und überschüssigen Strom aufnehmen sollen. Unter anderem der Energiekonzern RWE hat sich stark gemacht für eine Umrüstung der Nachtspeicheröfen zu intelligenten, flexiblen Speichern - in Zeiten der Energiewende gibt es oft ein Überangebot. Umweltschützer sprechen jedoch von einem Lobbygeschenk, da die Aufhebung des Verbots das Energiesparen behindere statt fördere.